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Reizvolles Selketal

Ein gern besuchtes Wander- und Erholungsgebiet ist der Harz. Weniger bekannt als Wernigerode, Thale, Blankenburg und Stolberg, doch nicht  weniger beliebt sind die reizvoll gelegenen Städte und Dörfer im Bereich des Selketales: Harzgerode, Alexisbad, Mägdesprung, Silberhütte und Neudorf wie auch die Stadt Ballenstedt. Das Selketal, eines der anmutigsten Täler des Ostharzes, bietet dem Naturliebhaber abwechslungsreiche Landschaftsbilder und Eindrücke. Herrlichen Buchenwald, Klippen und Felsen, mit dunklem Fichten- und buntem Mischwald bestandene Hänge, grüne Wiesen und blühende Gärten durchzieht der Fluß. An Burgen auf hohen Gipfeln, an freundlichen Siedlungen und an Stätten der Arbeit eilt er vorüber.

Die Selke entspringt in einer flachen, moorigen Senke zwischen Albrechtshaus und Stiege. Langsam fließt sie anfangs dahin durch Wiesen, von flachen Hängen begleitet. Mäanderartig windet sie sich vielfach und läßt schon jetzt wie in ihrem ganzen weiteren Verlauf den Prall- und Gleithang deutlich erkennen. Der aufmerksame Beobachter sieht auch, daß die Arbeit des Wassers das Bett des Flusses im Laufe der Jahrhunderte viele Male verändert hat. Durch dieses Hin- und Herpendeln des Wasserlaufes ist der Talboden umgestaltet worden und ein breites ebenes Wiesental entstanden. Flüsse und Bäche haben in Jahrmillionen die Hochflächen des Harzes durch ihre ununterbrochene Erosionstätigkeit nach und nach zersägt und durch ihre Täler gegliedert.

Sobald die Selke Alexisbad und Mägdesprung erreicht hat, nimmt das Tal einen ganz anderen Charakter an. Hier hat sich der Fluß in harten devonischen Plattenschiefer eingenagt, das Tal ist eng, an beiden Seiten streben steile Felshänge empor. Am Scherenstieg weitet es sich wieder; hier steht weicher Schiefer an. Der Fluß konnte ihn leichter ausräumen und schuf so ein 250-300 m breites Wiesental. In diesem weitem Tal unterhalb des Forsthauses Scherenstieg ist die Selke durch Zufluß von vielen Bächen schon ein recht ansehnlicher Fluß geworden, der sanft fließend, aber auch strudelnd und schäumend zwischen reich bewaldeten Hängen dahinfließt. Beim Gasthaus Selkemühle hat das Tal seine größte Breite erreicht. Dann treten die Hänge näher zusammen, hartes Grauwackegestein ragt empor und engt das Tal ein; am engsten wird es am Bartenberg oberhalb der Talmühle, wo hoch auf dem Berge die Burg Falkenstein steht, 134 m über der Selke. Bei Meisdorf begleiten Wiesen und sanfte Hügel den Fluß, dann treten sie zurück und die Selke verläßt den Harz, tritt in das fast ebene Gebirgsvorland aus und eilt der Bode zu.

Das Alexisbad

ALEXISBADER CHRONIK
Am 8. September 1810 war Richtfest für die ersten Gebäude zur Durchführung eines Bäderbetriebes und somit für einen selbständigen Ort mit Ortsnamen „Alexisbad“, benannt nach seinem Begründer Herzog Alexisus. Er ist somit als Geburtstag des Bades zu betrachten, wobei es in keiner Entwicklungsphase eine selbständige Gemeinde war, sondern immer zur Stadt Harzgerode gehörte. Die Entwicklungsphasen von Alexisbad kristallisierten sich in drei Entwicklungsphasen heraus.

Die erste Etappe ist im Zusammenhang mit der Entwicklung des Bergbaus in diesem Gebiet zu betrachten und reicht sicher in das 11. Jahrhundert hinein.
Die zweite Etappe war die Landwirtschaft mit der Verarbeitung des Korns und Öls in den 3 Mühlen auf dem Gebiet des jetzigen Alexisbads, nämlich die Klostermühle, die Conrodsmühle (jetzige Goldene Rose) und die Ratsmühle (jetzige Gneistmühle). Diese Einrichtungen entstanden ab dem 15. Jahrhundert.
Die dritte Etappe, ab dem 18. Jahrhundert, ist dann die Entwicklung des Bäder- und Erholungswesens.

Die Entwicklung des Bäder- und Erholungswesens geht wohl von einem Idealisten mit Namen Dr. Lohrleber aus Harzgerode aus, der im Jahre 1808 an den Fürsten einen überschwänglichen Bericht richtet und ihn bittet:
a) die Wiedereinrichtung des Bades bei Harzgerode und
b) die Errichtung einer Post zu Veranlassen.
Aufgrund dieses Berichtes, also der eines Bürgers aus Harzgerode, entschloss sich der damalige Herzog Alexius „trotz drückender Verhältnisse und der großen Unsicherheit der Zeit“ eine vollständige Badeanstalt zu errichten. Es wurde eine Brunnendirektion ernannt, die zu einer
Aktiensammlung ermächtigt wurde. Trotz finanzieller Schwierigkeiten gingen die Bauarbeiten an den einzelnen Gebäuden zügig voran. Im Mai 1811 waren die Gebäude fertig gestellt und die ersten Kurgäste, vorrangig aus Hamburg und Berlin, reisten an.

Am 12. Juni 1811 war dann die feierliche Einweihung von Alexisbad. Gleichzeitig wurden die Felsengrotte am Eingang des Alexisstollens ihrer Bestimmung übergeben. In den folgenden Jahren war der Besuch des Bades sehr unterschiedlich, wobei ab dem Jahre 1814 ein ständiger Anstieg bis auf 709 Kurgäste im Jahre 1917 zu verzeichnen war. Die verwöhnten Kurgäste, alle aus den sogenannten hohen Ständen waren jedoch mit dem Niveau, den Bedingungen und der Betreuung nicht zufrieden. Obwohl die Kuren sich über einen langen Zeitraum erstreckten und auf die einzelnen Gäste bis zu 8 Betreuungspersonen fielen, mussten neue Wege beschritten werden. In den 20 Jahren wurde daher eine Spielbank mit Lotterie, Pharso, Roulett, Chambre, Pique, Boston u.a. eröffnet. 1816 wurde das 2. Badehaus, die heutigen Wohnunterkünfte des Hotels „Harzquell“ gebaut. Es enthielt eine Trink- und Wandelhalle.

Um den Bauern von Harzgerode keinen Einblick in das überschwängliche Leben der fürstlichen Kurgäste zu geben, wurden die oberhalb des Bades gelegenen Wiesen bis zur Schwefelbrücke aufgekauft.
Einer der bekanntesten Kurgäste war sicher der berühmte Komponist Carl Maria von Weber, der im Sommer 1820 mit seiner Gattin das Bad besuchte und sich einige Zeit hier aufhielt.

1823 wurde zu Ehren der Prinzessin von Preußen der Luisentempel als Wahrzeichen von Alexisbad errichtet.

Im Jahre 1827 wurde in einem Tal bei Suderode das Wasser aus einem alten Salzschacht untersucht und für heilsam befunden. Das gewonnene Quellwasser wurde sowohl in Suderode als auch in Gernrode genutzt, es wurde aber auch nach Alexisbad zur Bereicherung des Wassers aus dem Selkebrunnen gebracht. Nach kurzer Zeit hat man jedoch auch davon Abstand genommen, weil dem Genuss Hautausschläge folgten. Von großer Bedeutung für Alexisbad war die Erschließung der Quelle unterhalb der Klostermühle an der rechten Talwand des Kupferstieges, welches als eisen- und manganhaltig und leicht verdaulich bezeichnet wurde.

Am 24 März 1834 stirbt der Gründer von Alexisbad, Herzog Alexius Friedrich Christian.

Ab 1835 ist die Brunnendirektion aufgehoben und das Bad wird von einem Intendanten geleitet. Der Bade- und Kurbetrieb geht merklich zurück, da die Preise zu hoch sind. Man sucht nach neuen Wegen und Methoden, das Bad auszulasten. Man errichtet ein Schießhaus für Interessenten der Jagd und schafft zwischen Alexisbad und Drahtzug Möglichkeiten für Angler und errichtet eine Kegelbahn. Eine Bibliothek mit Lesezimmer sowie Spielplatz für Kinder wurden geschaffen. Auch bürgerliche Kreise aus Harzgerode veranstalteten Bälle und andere Veranstaltungen.

1845 wird die Verlobungsurne oberhalb des Habichtsteines errichtet.

Am 1 April 1856 geht das Bad erstmalig mit Pachtvertrag an den Medizinalrat Dr. Richter über, der es zu einer Kaltwasserheilanstalt umwandelt.

Das Jahr 1872 leitete eine neue Entwicklungsetappe ein. Am 28 Oktober 1872 kauft der Berliner Kaufmann Gerber Alexisbad mit allen Gebäuden, Gärten, Heilquellen und Badeeinrichtungen einschließlich Bade- und Wirtschaftsinventar für 75.000 Taler. Am gleichen Tag kauft dieser Gerber für 250.000 Taler sämtliche Schachtanlagen.
Zur Aufrechterhaltung des Kurbades werden in den 70 Jahren umfangreiche Analysen der Quellen und des Klimas erarbeitet, um den hohen gesundheitlichen Wert des Bades nachzuweisen. Dr. Med. Gustav Kothe weist Anfang der 80er Jahre nach sorgfältigen Beobachtungen über Lage, Bodenverhältnisse, Vegetation, Klima, nämlich Reinheit der Luft nach, dass dieses Alexisbad in einem seltenen, vollkommenen Grad vorhanden ist und darin wohl von keinem anderen Luftkurort übertroffen, von den wenigsten auch nur annähernd erreicht wird.

Am 8. Juni 1847 setzt, zur Aufrechterhaltung von Ordnung, der Polizeichef von Harzgerode den 1. Polizeidiener in Alexisbad, Erhard Hankel aus Harzgerode, ein. Er wird vereidigt und mit allen Befugnissen von Staat und Polizei ausgestattet.

1873 verkaufte Gerber, durch die Hände skrupelloser Berliner Händler, das Bad an die Mägdesprunger- Neudorfer Eisen- und Silberhüttenbergbau AG, von der es 1880 einschließlich des Mägdesprunger Eisenhüttenwerkes an den Kommerzienrat Wenzel aus Dankerode verkauft wurde. Wenzel modernisierte die Badeeinrichtungen, ließ elektrische Lichtbänder, Schwitzbäder, Kohlensäurebäder u. a. errichten.

Zum ersten Mal fuhr die Selketalbahn am 1. Juli 1888 durch das Selketal. Um 1900 wurde das Bahnhofsgelände erbaut. Bis zum heutigen Zeitpunkt bestand nur eine Wartehalle, wo jedoch die Reisenden durch das 1890 erbaute Hotel „Försterling“ (heute "Habichtstein")versorgt wurden.

Im ersten Weltkrieg 1914 - 1918 wurde auch Alexisbad mit in die verheerenden Kriegsmaßnahmen einbezogen. Die Gebäude und Einrichtungen wurden zu Lazaretten umfunktioniert und der Bade und Kurbetrieb eingestellt.

Alexisbad war allzeit als Tagungsort beliebt. Junge, zielbewusste Ingenieure gründeten hier am 12. Mai 1856 den VDI zwecks „Zusammenfassung der geistigen Kräfte der deutschen Technik in einem größeren Deutschland.“ Im Mai 1931 wurde das 1982 an den Verein Deutscher Ingenieure verkaufte Denkmal enthüllt.

Im März 1932 kaufte dann der heute noch lebende Otto Krüger das Bad von der Stadt Berlin und es ging damit erneut in Privathand über.

In den Jahren 1937/38 ließ die damalige anhaltinische Regierung umfangreiche Analysen über die Qualität und Heilwirksamkeit des Wassers erstellen und ein Gesamtprojekt zur Rekonstruktion und Erweiterung des Bades erarbeiten. Es sollte ein neues Kurmittelhaus, Kurhaus, Liegewiese bis hin zu einem neuen Hotel mit 250 Betten u. a. gebaut werden.

Am 16. April 1945 wurde Alexisbad durch amerikanische Truppen eingenommen. Mitte Juli 1945 übernahmen entsprechend dem Potsdamer Abkommen die sowjetischen Truppen das Territorium. Durch die Wirren und Leiden des zweiten Weltkrieges war die Einwohnerzahl von 50 auf 400 gestiegen. So wurde das Logierhaus zu Wohnzwecken eingerichtet und der Saal „Zur Rose“ als Schule. Erst 1949 wurde sie aufgelöst und die Kinder in Harzgerode eingeordnet. Im April 1946 wurde auf der Grundlage des Potsdamer Abkommens die Selketalbahn demontiert. 3 Jahre später, am 1.Mai 1949 wurde dann die Reichsbahn bis Straßberg wieder in Betrieb genommen.

Der Ortsteil Alexisbad blieb auch in den Jahren des Neuaufbaus von Naturkatastrophen nicht verschont. Der Borkenkäfer vernichtete viele Fichtenbestände im Selketal. Am 13. Januar 1948 erlebte das Selketal eine der furchtbarsten Überschwemmungskatastrophen. Die Katastrophen wiederholten sich am 16. Juli 1955 und am 6. März 1956. Große Schäden entstanden an Gebäuden, Einrichtungen und in der Natur.

Die 60er und 70er Jahre sind gekennzeichnet vom Aufbau des Betriebserholungswesens in Alexisbad. Hinzu kamen bis zu 1.500 Touristen, die Alexisbad und das Selketal aufsuchen. Noch attraktiver wurde der Erholungsort mit der Erweiterung der Harzbahn Richtung Harzgerode und Nordhausen am 30. November 1983.

Am 1. Dezember 1981 verkaufte Herr Schulze das Hotel „Försterling“ mit dem Kaffee „ Exquisit“ an das Ministerium für Staatssicherheit.
1984 wurde mit dem Um- und Ausbau des Gebäudes begonnen. Positiv ist zu bewerten, dass vom Hauptgebäude die schöne Fachwerkfassade bestehen blieb.

1985 wurde mit dem Bau des Sozial- und Versorgungsgebäudes begonnen. Im Februar 1988 wurden die ersten Urlauber im neu geschaffenen Ferienheim „Habichtstein“ begrüßt.
Mit Wirkung vom 8. Februar 1990 ging das Ferienheim „ Habichtstein“ in die Rechtsträgerschaft des Rates der Stadt Harzgerode über und wurde anschließend in private Hand verkauft, durch die es seither geführt wird.